Torhüter glänzen am ersten Advent

Tübinger Floorballer gewinnen das Derby

Einen Tag nachdem der deutsche Nationaltorhüter den Tschechen bei der Weltmeisterschaft das Leben schwer gemacht hatte, ließen sich auch die vier Goalies, die in die Tübinger Unisporthalle gekommen waren, nicht lumpen ihre Teams und die Zuschauer mit ihrem Können zu beeindrucken.
Im ersten Spiel des Tages traf der süddeutsche Meister PTSV United Lakers Konstanz​ auf den Vize Floorball Giants Karlsruhe​, allerdings auf beiden Seiten mit deutlich veränderten Teams. Nachdem sich die Schiedsrichter vor dem Spiel und nach dem Warmschießen schon auf ein torarmes Spiel eingestellt hatten, bewahrheitete sich diese Befürchtung auch erstmal völlig. Während im ersten Drittel Konstanz Lars Petersen im Tor der Badener einmal überwinden konnte, war es Kevin Kaiser im anderen Tor der im zweiten Drittel einmal den Ball aus dem Netz holen musste.
Das dritte Drittel wurde dann intensiver, die Schiedsrichter pingeliger und so konnte sich Karlsruhe schließlich die Führung im Powerplay erkämpfen, und diese kurz darauf auch noch zum 3-1 auszubauen. Eine eigene Unterzahl überstanden die Fächerstädter unbeschadet, kurz vor Schluss war Konstanz dann allerdings erfolgreicher und nutzen ein Powerplay und einen der seltenen Fehler von Petersen, um nochmal Hoffnung aufkeimen zu lassen. In der Folge scheiterten sie aber weiterhin an der stabilen Defensive der Giants, die so Revenge für die klare Niederlage im Spiel um die süddeutsche Meisterschaft im Frühjahr nehmen konnten.

Im zweiten Spiel folgte das Derby Tübingen gegen Floorball Lions Calw​ und das Duell Chris Ritter gegen Kai-Luca Hörnke. Im Spielverlauf konnten sich zwar beide Goalies ein ums andere Mal auszeichnen, Hörnkes Pech war schließlich, dass sich sein Team von den Sharks im ersten Drittel völlig überrumpeln lies und sich erst im zweiten Drittel daran erinnern konnte wie man im Floorball verteidigt.
Den Anfang machte der dritte Block, der vermutlich zusammen alleine so alt wie die komplette gegnerische Mannschaftwar- nicht einmal Jan Döpfner in seinem Abschiedsspiel senkte den Altersschnitt unter 40. Nach zwei Minuten schlug Andreas Kappler eine Bananenflanke vors Tor die irgendwie von Martin Fuß’ Schlägerschaft abprallte. Dieser schaute unschuldig genug, dass die Schiedsrichter ihm Glauben schenkten, dass er den Ball nicht zu hoch gespielt habe. 1-0. Im Spielbericht folgen eine Anhäufung jede Menge Simons. Erst konnte Simon Martin einen Pass von Pauli Pukari verwandelt, dannach trug sich das Trainerduo ein. Zoller nach Vorlage von Mathias Lother und nochmal Simon Zoller, der erst ein weiteres Tor erzielte und dann noch seine Qualitäten als Vorlagengeber unter Beweis stellte. Mustergültig setzte er Matthias Maczek in Szene der zum 5-0 einnetzen konnte.
Danach wurden die Sharks leider etwas übermütig: nach zwei unnötigen und viel zu offensichtlichen Fouls fanden sich zum Ende des Drittels gleich zwei Tübinger auf der Strafbank wieder. Zwar ging Calw aus diesem Vorteil mit nur einem Tor heraus, doch der Bruch im Spiel der Haie war erkennbar. Mit dem wiedergefundenen Defensivverbund des Gegners sank auch die Qualität und Quantität der Chancen, die häufig wahlweise an Gegners Schläger oder am stärker werdenden Torhüter endeten. Zwar konnte Pauli Pukari auf Vorarbeit von Simon Martin (und der wohl effektivsten je dagewesenen Ablenkung des Rests der Halle durch einem filmreifen Sturz von Jakob Schwerter und einem Schläger knapp unter der Hallendecke) den alten Abstand nochmals herstellen, allerdings musste nach einem Kontergegentor in der folgenden Drittelpause das Trainerteam nicht nur das verlorene Drittel beklagt, auch die Tatsache, dass man die eigenen Qualitäten und das Tempo, die das erste Drittel ausgezeichnet hatten, verloren hatte, wurde schonungslos angesprochen.
Wie gut das Team seinen Trainern dabei zuhörtet bleibt dahingestellt. Nach viel zu viel Platz im Aufbau schöpften die Lions zehn Minuten vor Schluß schließlich weitere Hoffnung: ein strammer Schuß schlug unhaltbar für Chris Ritter im Tübinger Tor ein. Drei Minuten vor Schluss war es ein Powerplay-Tor (ganz ohne Strafen für Stockvergehen können die Sharks dann doch nicht), welches das Spiel vollends offen werden ließ. Nur noch 6-4 und Calw stürmte an, erlebte aber das gleiche Schicksal wie Konstanz im Spiel davor, der Goalie hielt was auf ihn zukam.
Vier Sekunden vor Schluß war es dann schließlich Pauli Pukari der mit seinem zweiten Tor des Tages den Sack zumacht und für den 7-4 Endstand sorgte.
Nach diesem Spieltag stehen die Sharks mit zwei Punkten hinter Feuerbach 1 und Karlsruhe auf Platz 3 der Tabelle. Während Karlsruhe am ersten Spieltag im neuen Jahr noch spielfrei hat geht es für Tübingen im Spitzenspiel gegen Feuerbach. Bei einem Sieg können sich die Sharks tatsächlich die „Herbstmeisterschaft“ nach fünf von zehn Spielen sichern. Man darf gespannt sein ob die Sharks diesem Druck gewachsen sein werden. Tabellenführer? Gab‘s das schonmal? 🙂

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