Basketball News

KLASSENERHALT GESCHAFFT: 65:61 SIEG GEGEN LICH
Das war nichts für schwache Nerven am Samstagnachmittag in der Uhlandhalle. Doch mit der Unterstützung des großartigen Publikums haben die SV 03 Tigers den TV Lich mit 65:61 im wahrsten Sinne des Wortes niedergekämpft. Der Abstieg wurde somit um Haaresbreite verhindert, in einem unfassbaren Fünfervergleich mit den Teams aus Stuttgart, Heidelberg, Saarlouis und Mainz müssen die Heidelberger mit dem schlechtesten Korbverhältnis aus dieser Minitabelle leider absteigen. Verdient hätte es keine dieser Mannschaften, alle haben mit 9 Siegen eine ordentliche Leistung über die Saison hinweg gezeigt.

So voll und laut sollte es eigentlich immer sein, wenn es nach den Spielern geht, die sich täglich quälen, um gute Leistungen zu vollbringen. Aber vielleicht hat man ja in den letzten Wochen einige neue Fans für nächste Saison hinzugewonnen, die diese Arbeit an der Basis unterstützen. Schön war es nicht wirklich, aber spannend. Schön war es aber die ganzen letzten Wochen nicht, zu sehr spukte der Abstieg in den Köpfen der Spieler. Und zu viele Chancen wurden vergeben, um es nicht auf das letzte Spiel ankommen lassen zu müssen. Aber mit Leidenschaft in der Defensive und ein paar wichtigen Treffern vorne hat es doch noch gereicht.

Zu allem Unglück konnte der beste Spieler der letzten Woche, Tim Deschner, nach einer Trainingsverletzung nicht spielen, eine große Schwächung für so ein Spiel. Der Start verlief aus Tübinger Sicht vielleicht auch deswegen nervös, schnell lag Lich mit 9:2 vorne. Danach kämpfte sich der SV aber in das Spiel und war beim 15:17 zur Viertelpause dran. Bis zur Halbzeit wogte das Spiel hin und her, offensiv ging auf beiden Seiten wenig, die Verteidigungslinien standen gut. Mit 30:30 ging es in die Pause, vorne überzeugte auf Licher Seite Johannes Lischka mit tollen 14 Punkten, auf Tigersseite hielt alleine Max Kochendörfer mit 12 Punkten sein Team im Spiel.

Auch in der zweiten Halbzeit wogte das Spiel hin und her, ein Dreier von Pi Unger brachte kurz vor dem letzten Durchgang die 47:43 Viertelführung für das Heimteam. Die entscheidende Phase für das Spiel kam dann ab der 33. Minute. Von 49:48 zog Tübingen bis zur 37. Minute auf 60:52 davon. 9 von den 11 Punkten davon gingen auf das Konto von Max Kochendörfer, eine herausragende Leistung. Die zwei weiteren Punkte machte Rouven Hänig, der aufgrund einer schweren Bronchitis zwei Wochen nicht trainieren konnte und gestern gesundheitlich schwer angeschlagen vor allem hinten hervorragend seinen Mann stand. Lich kämpfte sich wieder auf fünf Punkte heran, ehe Vildan Mitku einen Mitteldistanzwurf versenkte, der auch nicht selbstverständlich war. Ein Vorteil gegenüber den Niederlagen der letzten Wochen war, dass Tübingen nicht hinterherlaufen musste, sondern leicht in Front lag. Lich konnte somit auch hin und wieder gute Aktionen haben, ohne dass daraus gleich ein Megadruck für den nächsten Angriff entstehen sollte.

Beim 62:58 zwei Minuten vor Schluss war es gefährlich, aber die Tübinger kämpften hinten aufopferungsvoll und dies genügte, um den knappen Vorsprung zu halten. Je ein Freiwurftreffer von Pi Unger, Vildan Mitku und Max Kochendörfer reichten am Ende, die Licher nicht unter vier Punkte herankommen zu lassen und den Sieg nach Hause zu bringen. Nach dem Spiel herrschte große Erleichterung bei allen Beteiligten, eine Selbstverständlichkeit war dieser Sieg beileibe nicht.

SV 03: Unger 16 (6 Ass.), Skaistlauks 6, Tecklenborg, Kochendörfer 24, Georg 6, Sieghörtner 1, Saddedine, Mitku 8 (10 Reb.), Hänig 4 (13 Reb., 6 Ass.)
Lich: Lischka 22 (9 Reb.)

SV 03 Tigers Tübingen (Claus Sieghörtner)

67:75 NIEDERLAGE IN LANGEN VERSCHÄRFT DIE ABSTIEGSGEFAHR FÜR TÜBINGEN
Nach der Niederlage mit 67:75 am Samstagabend sind die Abstiegssorgen im Tübinger Lager realer denn je. Nur bei einem Sieg gegen den sechstplatzierten Lich am nächsten Wochenende können die Tübinger weiterhin in der 1. Regionalliga antreten. Bei einer Niederlage müsste sowohl Saarlouis sein Heimspiel gegen Speyer als auch Heidelberg sein Heimspiel gegen Mainz verlieren, damit Tübingen gerettet ist. Ein eher unwahrscheinliches Szenario. Deswegen heißt es Ärmel hochkrempeln und die Woche über intensiv arbeiten, um am kommenden Wochenende gut präpariert in das Spiel gegen Lich zu gehen. Ein Wiedersehen gibt es hierbei mit Johannes Lischka, dem besten Spieler der diesjährigen Regionalliga. Gespielt wird am Samstag bereits um 15 Uhr und die SV 03 Tigers hoffen nochmals auf die Unterstützung der Tübinger Basketballszene.

Das Spiel in Langen stand unter keinem guten Vorzeichen, da der Topspieler der Tübinger, Rouven Hänig, die Woche über krank und auch am Samstag noch schwer angeschlagen war. Er stellte sich zwar in den Dienst der Mannschaft und kämpfte sich einige Zeit durch, war aber überhaupt nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Da auch Max Kochendörfer das Wurfpech an den Fingern klebte und Vildan Mitku ebenfalls nicht seinen besten Tag erwischte, mussten andere Spieler zeigen was in ihnen steckt. Dies tat phasenweise Pi Unger und vor allem Tim Deschner, der immer wieder gute Aktionen hatte. Die beiden brachten Tübingen nach Rückständen immer wieder in das Spiel zurück, am Ende fehlte aber bei allen Spielern die Kraft und Konzentration, für eine Überraschung zu sorgen.

Aus einem 16:25 im zweiten Viertel machte Tübingen durch neun Punkte von Pi Unger und fünf von Aksels Skaistlauks eine 30:29 Führung. Dies sollte die einzige Führung im Spiel der Tigers sein, bis zur Halbzeit lagen die Langener wieder mit 36:30 in Front. Im zweiten Durchgang zog Langen schnell davon und ging durch einen 13:2 Lauf mit 17 Punkten in Führung. Die Moral der SV 03 Tigers stimmte aber und sie kämpften sich zurück. Tim Deschner machte zwischen der 25. und der 35. Minute 13 Punkte und führte zusammen mit Vildan Mitku, der in dieser Phase seine gesamten acht Punkte markierte, Tübingen zurück. Als Pi Unger seinen vierten Dreier traf, stand es fünf Minuten vor Schluss 63:63. Doch wie so oft in den letzten Spielen fehlte Tübingen wieder der Killerinstinkt. Anstatt weiter zu punkten, war danach wieder Ladehemmung angesagt. Relativ leichte Würfe fanden nicht ihr Ziel, ein bisschen Pech war da auch dabei. So gelang es Langen zum wiederholten Mal in diesem Spiel, wieder die Führung zu übernehmen und davon zu ziehen. Vier Mal scorten sie in den nächsten acht Angriffen, Tübingen brachte nichts Zählbares zustande. 71:63 stand es dadurch zwei Minuten vor dem Ende, danach kamen die Tigers nochmals auf 71:67 heran, wirklich in Bedrängnis kam Langen trotzdem nicht mehr.

Am Ende war es dann ein 67:75 aus Tübinger Sicht, jetzt kommt es zum Showdown gegen den „TV Lischka“ gegen den Abstieg aus der 1. Regionalliga.

SV 03: Unger 17, Deschner 18, Skaistlauks 5, Tecklenborg, Kochendörfer 2, Georg, Sieghörtner 9, Saddedine 4, Mitku 8, Hänig 4

SV 03 Tigers Tübingen (Clöaus Sieghörtner)

ENTTÄUSCHENDE HEIMNIEDERLAGE GEGEN FELLBACH
Mit 65:69 mussten sich die SV 03 Tigers nach einem über weite Strecken schwachen Spiel geschlagen geben und sind weiter nur um Haaresbreite dem Abstieg entfernt. Bei noch zwei verbleibenden Spielen ist weiterhin alles offen, der Befreiungsschlag blieb aus. Da diesmal auch die Konkurrenten aus Saarlouis und Stuttgart gepatzt haben ist aber nach wie vor nichts verloren.
Obwohl die Fanclubs beim Spiel in Bayreuth weilten, war die Uhlandhalle für Regionalligaverhältnisse gut gefüllt. Ein Dank an alle, die den Tübinger Basketball unterstützen und an die Fußballkollegen vom SV 03, die richtig Stimmung gemacht haben. Zu einem Sieg gereicht hat es trotzdem nicht, zu schwach präsentierten sich die Leistungsträger des SV 03. Bis auf Rouven Hänig, dem mit 14 Punkten, 21 Rebounds und 9 Assists fast ein Triple Double gelang, kam von den arrivierten Kräften insgesamt zu wenig.

Mit viel Spielzeit ausgestattet leisteten sich Kochendörfer, Unger, Mitku und Sieghörtner diesmal viel zu viele Fahrkarten und konnten zu wenig Akzente setzen. 6 von 33 Treffer aus der Ferne, was einer Trefferquote von 18 % entspricht, ist in einem Heimspiel für die normalerweise treffsicheren Tübinger zu wenig und der Hauptgrund für die Niederlage. Warum die Würfe nicht fielen, darüber kann man nur spekulieren – Abstiegskampf ist kein Zuckerschlecken.
Der Start in das Spiel verlief aus Tübinger Sicht noch ok, nach fünf Minuten führte man mit 10:2, danach aber war es vorbei. Kaum noch etwas wollte funktionieren in der ersten Halbzeit. Bis zur Viertelpause konnte nur noch Alex Tecklenborg einen Wurf verwerten, Fellbach führte mit 19:12. Fellbach baute die Führung aus, vor allem weil Tübingen nichts traf. Im zweiten Viertel erzielte Tübingen erneut nur knapp über zehn Punkte und ging mit einem 25:35 Rückstand in die Pause.

In der zweiten Halbzeit wollte sich Tübingen aufbäumen und tat dies auch. Schnell war man beim 33:35 auf zwei Punkte heran, gab dann aber wieder nach, um zum Ende des dritten Viertels wieder heranzukommen. Nach einem Sprungwurf von Skaistlauks schaffte Tübingen den 47:47 Ausgleich, die Halle tobte.

Im letzten Viertel gelang es Tübingen nicht, die Trefferquote zu erhöhen, trotzdem blieb der SV im Spiel. Es ging hin und her und alles lief auf einen Showdown am Ende hinaus. Und da versagte Tübingen, Fellbach hatte das Glück des Tüchtigen. Bei den Tigers verfehlten beim 60:60 drei Minuten vor Schluss nacheinander freistehend Sieghörtner, Hänig und Kochendörfer, bei Fellbach traf Steinort den entscheidenden Dreier per Glückswurf. Mitku nahm im Anschluss einen wilden Dreier, der daneben ging, Steinort traf im Hochgefühl seines Duseldreiers den nächsten Wurf. Und abschließend warf Pi Unger noch einen Frustdreier hinterher, den Steinort mit einem Fastbreak-Layup konterte.
60:67 stand es da und es waren noch 17 Sekunden zu spielen – aus und vorbei. Zwar gelangen Tübingen noch fünf schnelle Punkte, doch die Zeit war einfach zu kurz, um noch irgendwelche Kohlen aus dem Feuer zu reißen. Ein Sieg wäre durchaus möglich gewesen, aber die Mannschaftsleistung insgesamt war an diesem Abend nicht ausreichend.

SV 03: Unger 17, Deschner, Skaistlauks 4, Tecklenborg 2, Kochendörfer 15, Georg 4, Sieghörtner, Mitku 9, Hänig 1

SV 03 Tigers Tübingen (Claus Sieghörtner)

77:87 NIEDERLAGE BEIM ASC THERESIANUM MAINZ
Eine zu schwache zweite Halbzeit verhinderte eine bessere Ausgangsposition vor dem Spiel gegen Fellbach am nächsten Samstag um 20.00 Uhr in der Uhlandhalle. Zur Halbzeit noch mit 44:43 in Front, verloren die Tigers ihren offensiven Faden im zweiten Durchgang, markierten da nur 33 Punkte und gingen verdient mit 77:87 als Verlierer vom Parkett. Nach dem Sieg der Fellbacher am Sonntagnachmittag gegen Saarlouis ist die Ausgangsposition bei den ausstehenden Paarungen in den letzten drei Saisonspielen noch unberechenbarer und es sieht danach aus, dass Tübingen noch zwei der letzten drei Begegnungen gewinnen muss, um nicht abzusteigen.

Die erste Halbzeit verlief sehr ausgeglichen, wobei die Tübinger die bessere Spielanlage zeigten und das reifere Spiel an den Tag legten. Konsequent wurde unter den Korb gespielt, wo Rouven Hänig und Jan Georg für Action sorgten und ein ums andere Mal scoren konnten. Allein die Chancenverwertung ließ manchmal zu wünschen übrig, trotzdem erfolgten immer wieder schöne Anspiele und Abschlüsse. Als dann nach einem 23:23 nach dem ersten Viertel Pi Unger anfing Dreier zu treffen und Max Kochendörfer seinen Mitteldistanzwurf fand, zog der SV 03 erst auf 40:35 und dann auf 44:41 davon. Ganz zum Schluss traf allerdings der Star der Mainzer, Anish Sharda mit der letzten Sekunde zum 44:43 Pausenstand für Tübingen.

Nach der Halbzeit starteten beide Teams schlecht in die Partie, Fehlpässe und Fehlwürfe hüben wie drüben. Bei Tübingen blieb es allerdings für die gesamte restliche Spieldauer mau, Mainz hingegen fand zurück zu einem soliden Basketball. Vor allem in den letzten fünf Minuten im dritten Viertel versenkte Mainz fünf Dreier, ging mit 64:58 in Führung und traf Tübingen damit schwer. Diese erholten sich von den Tiefschlägen nicht mehr und gerieten schnell mit 62:75 in Rückstand. Traf Tübingen in der ersten Halbzeit noch insgesamt 19 Würfe und davon 3 von 7 Dreiern, waren es in Durchgang zwei nur mehr 11 Würfe und außer zwei Notdreiern von Pi Unger zum Ende nur 2 von 14 Dreiern.
Zu wenig, um in der Fremde erfolgreich zu sein.

Der SV kämpfte sich am Ende der Partie nochmals auf 77:85 heran, 40 Sekunden vor Schluss war dies aber zu spät, um noch irgendeine Chance zu haben. Nun müssen alle Kräfte mobilisiert werden, um mit dem voll zur Verfügung stehenden Kader zwei der nächsten drei Partien zu gewinnen und damit dem Abstieg zu entgehen.

SV 03: Unger 15, Deschner 10, Skaistlauks 2, Tecklenborg, Kochendörfer 8, Georg 9, Mitku 17, Hänig 16

SV 03 Tigers Tübingen (Claus Sieghörtner)

WICHTIGER ERFOLG GEGEN DEN TABELLENZWEITEN KOBLENZ
Mit 81:70 gewannen die SV 03 Tigers am späten Samstagnachmittag nach einer tollen zweiten Halbzeit gegen das Topteam der SG Lützel-Post Koblenz. Die Spitzenteams scheinen den SV 03 Tigers diese Saison mehr zu liegen, als die Tabellenschlusslichter. Nach einer desolaten Leistung letzte Woche in Heidelberg nun das Comeback gegen Koblenz. Die Situation im Tabellenkeller bleibt allerdings weiter sehr eng, nur ein einziger Sieg weniger und man wäre punktgleiches Tabellenschlusslicht. Nächste Woche in Mainz geht es wieder mal zu einem solchen Tabellenschlusslicht, drei Mal diese Saison hat Tübingen solche Spiele schon verloren, hoffentlich gelingt dieses Mal eine Umkehr. Allerdings hat auch Mainz nichts am Tabellenende verloren, diese Saison dürfte es bei der Ausgeglichenheit der hinteren 8 Mannschaften eigentlich keinen Absteiger geben.

Das Spiel gegen Koblenz war anfangs das erwartete Spiel David gegen Goliath. Die Gäste mit vier eiskalten Angriffen und 10 Punkten, die Tübinger mit nichts Zählbarem. Danach kämpfte sich Tübingen aber auf 10:9 heran, um dann aber im Verlauf des ersten Viertels doch wieder Federn zu lassen und bis zur Viertelpause 13:19 hinten zu liegen.

In den zweiten zehn Minuten zeigte Tübingen offensiv lange Zeit gute Aktionen, vor allem ein And-One Spiel von Tecklenborg und einige gute Würfe von Hänig und Mitku brachte Tübingen beim 30:34 in Schlagdistanz. Die letzten drei Minuten vor der Halbzeit gehörten allerdings Koblenz und so zog der Favorit bis zur Pause standesgemäß auf 42:32 davon.

Nach dem Seitenwechsel startete Tübingen gut und kam durch einige Punkte von Georg und Unger langsam näher, da gleichzeitig die Verteidigung funktionierte. Das Koblenzer Team wurde unruhig, weil es merkte, dass Tübingen stärker und stärker wurde. Angeführt von den überragenden Spielmachern Deschner und Unger wurden immer wieder Lücken gefunden und Nadelstiche gesetzt. Highlight und Wendepunkt war dann der Dreier von Saddedine aus der Ecke zur erstmaligen 53:52 Führung. Dieser lies dann in einem weiteren Angriff noch zwei Freiwurfpunkte folgen, Lohn war die 57:53 Führung. Als dann Skaistlauks mit der Schlusssirene des dritten Viertels einen Dreier aus 10 Metern zum 60:55 versenkte, stand die Halle Kopf und Tübingen glaubte erstmals an eine Überraschung.

Im Schlussdurchgang kämpfte das Team um Rouven Hänig aufopferungsvoll. Alle zogen an einem Strang und jeder haute sich für den anderen rein. Tim Deschner markierte fünf Punkte infolge und Rouven Hänig legte zwei Freiwürfe zum 67:57 nach. Koblenz kam wieder heran, beim 69:65 drei Minuten vor Schluss schien alles offen. Doch die Abwehr hielt und Koblenz verwarf wichtige Schüsse, Tübingen hingegen traf in der wichtigen Phase alle acht Freiwürfe und gab sich so keine Blöße. Beim 80:68 nach einer tollen Kombination und dem Abschluss von Jan Georg war eine Minute vor Schluss alles entschieden und die Tübinger glücklich über einen Punktgewinn im Abstiegskampf der ausgeglichensten 1. Regionalliga seit Einführung dieser vor gut 15 Jahren.

SV 03: Unger 15, Deschner 13, Skaistlauks 3, Tecklenborg 3, Georg 11, Saddedine 5, Mitku 18, Hänig 13

SV 03 Tigers Tübingen (Claus Sieghörtner)

70:87 NIEDERLAGE GEGEN DAS TOPTEAM AUS KARLSRUHE
Nichts zu holen gab es für die SV 03 Tigers am Sonntagabend gegen KIT Karlsruhe. Mit 70:87 musste man sich geschlagen geben, nach dem dritten Viertel sah es beim 54:56 noch gut aus, im letzten Viertel konnte die Tübinger Mannschaft aber nicht mithalten und verlor deutlich gegen die starken Badener.
Max Kochendörfer konnte aufgrund von Wadenproblemen kurzfristig nicht spielen, seine Treffer wurden schmerzlich vermisst genau wie die des krankheitsbedingten geschwächten Topspielers Rouven Hänig auf Seiten der Neckarstädter. Karlsruhe hingegen trat in Bestbesetzung an und sind so ein schwer zu schlagender Gegner. Vor allem der Topscorer der Liga auf Seiten der Karlsruher, Lukas Drzega, versetzte den Tübingern einen Dreierhagel in Strelnieksmanier und brachte Tübingen in einer wichtigen Phase im vierten Viertel mit drei erfolgsreichen Dreiern auf die Verliererstraße.

Nach einem ordentlichen Start und einer 6:5 Führung sah Tübingen sich plötzlich mit 6:16 in Rückstand, kämpfte sich danach aber in das Spiel und ging im zweiten Viertel mit 24:22 in Führung. Danach spielte aber nur noch Karlsruhe und scorte Angriff um Angriff, während Tübingen nicht viel zustande brachte. Bis zur Halbzeit gelang ihnen ein 19:2 Run und der SV musste mit einem frustrierenden 26:41 in die Halbzeitpause.

Auch der Start in die zweite Halbzeit verlief aus Tübinger Sicht enttäuschend, schnell war der Rückstand beim 45:26 auf fast 20 Punkte angewachsen. Dann kamen aber tolle acht Minuten der Gastgeber, außer drei Dreier von Drezga ließen sie nichts zu und kamen durch tolle Aktionen von Unger, Mitku und Sieghörtner näher und glichen kurz vor Ende des dritten Viertels vielumjubelt zum 54:54 aus. Also musste im letzten Viertel die Entscheidung fallen, dort hatte Karlsruhe aber schnell die Entscheidung herbeigeführt. Ein 20:2 Lauf begrub alle Tübinger Hoffnungen, vor allem die Offensive stockte und alle Würfe waren in dieser Phase erzwungen und nicht zielführend. So lag Tübingen fünf Minuten vor Schluss beim 56:74 aussichtslos zurück. Einzig Pi Unger stemmte sich mit aller Macht gegen die Niederlage. Der sonst nicht viel spielende Alex Tecklenborg sorgte noch für einige schöne Aktionen, an der Niederlage konnten das aber nichts mehr ändern.

Nächste Woche in Heidelberg besteht die Möglichkeit sich von ganz unten fernzuhalten, allerdings muss Tübingen auf den beruflich verhinderten Pi Unger verzichten und hoffen, dass die Verletzung von Max Kochendörfer bis dahin ausgeklungen ist.

SV 03: Unger 27, Deschner 5 Assists, Skaistlauks 2, Tecklenborg 5, Kochendörfer (dnp), Georg 10, Sieghörtner 9, Saddedine, Mitku 13, Hänig 4

SV 03 Tigers Tübingen (Claus Sieghörtner)

68:75 NIEDERLAGE IN DER DOMSTADT LIMBURG
Da wäre mehr drin gewesen, aber nach durchschlagsarmen Minuten im letzten Viertel hat man das Spiel aus Tübinger Sicht mit 68:75 abgeben müssen.
Die lange Anfahrt nach Limburg mit dem Warten vor verschlossener Halle musste erstmal verkraftet werden, dies gelang dem Tübinger Tross aber ganz gut.

In der ersten Halbzeit verlief das Spiel sehr ausgeglichen, alle sieben eingesetzten Spieler waren bereits in den Punkten. Bei den SV Tigers war vor allem die Ausgeglichenheit das große Plus. Max Kochendörfer war privat verhindert, Rouven Hänig mühte sich mit einer schweren Erkältung, da half es sehr, dass die Jüngeren Georg, Saistlauks und Deschner gute Leistungen zeigten. 34:35 stand es beim Seitenwechsel, eine spannende zweite Halbzeit sollte folgen. In der versuchte der Tabellenzweite Limburg das Ruder an sich zu reißen und langsam konnte sich die Heimmannschaft absetzen.

50:43 lagen die Domstädter vorne, ehe die große Zeit der Tübinger kam. Elf Punkte infolge brachten plötzlich die 54:50 Führung für die Gäste, ehe Limburg bis zur letzten Viertelpause wieder zum 54:54 ausgleichen konnte. Je drei Punkte von Saistlauks und Unger brachten dann die Tigers wieder nach vorne, danach war aber Schluss. Warum? Das ist schwer zu beantworten. Die fortwährende Spieldauer und die daraus resultierende Müdigkeit war plötzlich greifbar. In der Defense wurde weiterhin hart gefightet, vorne fehlte es aber an Durchschlagskraft. Zwischen der 33. und 38. Minute ging das Spiel verloren, die Gäste scorten mit ihren Starspielern Weber und Zurna immer wieder, bei Tübingen gab es nur noch Fahrkarten. So holte Limburg den Rückstand schnell auf und ging schon in der 35. Minute mit 64:60 in Führung. Drei Minuten vor Schluss kam Tübingen durch einen Unger Dreier nochmals auf 64:66 heran, aber ein postwendender Dreier der Limburger zerstörte alle Hoffnungen.

Am Ende dann das 68:75 nach 33 guten Minuten der Tübinger, da wäre mehr drin gewesen. So geht der Kampf mit Blick nach unten weiter, nächste Woche gegen die sehr stark besetzten Karlsruher wird es nicht leichter.

SV 03: Unger 11, Deschner 5, Skaistlauks 11, Tecklenborg, Georg 12, Sieghörtner 9, Saddedine 1, Mitku 9, Hänig 10

SV 03 Tigers Tübingen (Claus Sieghörtner)

SAARLOUIS MIT 102:90 IN DIE KNIE GEZWUNGEN
Den vierten Sieg infolge konnten die SV 03 Tigers mit 102:90 am Samstagabend vor herrlicher Kulisse feiern. Großen Anteil daran hatten wieder die Fanclubs der WALTER Tigers, die dieses Mal sogar eine kleine Choreo vor dem Spiel zum Besten gaben.

Saarlouis, das im Vergleich zum Vorrundenspiel drei neue Importspieler dabei hatte, war der erwartet schwere Gegner, der nicht mehr lange im Tabellenkeller verweilen wird. Individuell sehr stark besetzt, das Zusammenspiel, die große Stärke der Tübinger, fehlt dieser Truppe aber noch. Als es nach fünf gespielten Minuten 9:9 stand, hatte der Amerikaner Hall aus Saarlouis schon mal alle Punkte für sein Team alleine gemacht und ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Danach bekam man zumindest ihn in den Griff, vor allem aber war die eigene Trefferquote wieder phänominal. So führte Tübingen nach 10 Minuten mit 28:22 und gab auch im zweiten Viertel den Ton an. Hervorragende Offensivleistungen der gesamten Mannschaft mit tollen Zuspielen und Abschlüssen brachten Saarlouis in Bedrängnis und der Vorsprung wuchs. Vor allem die Defensivleistung war hierbei mitentscheidend, jeder Fehlwurf war eine Beute der stark reboundenden Tübinger. Als dann Sinan Durant in seiner kurzen Einsatzzeit vor der Pause noch zwei staubtrockene Dreier versenkte, war der Pausenstand von 50:33 perfekt.

Im Basketball sind aber mittlerweile selbst 17 Punkte Vorsprung keine Welt mehr, vor allem wenn man jede Menge streaky Shooter im Team hat wie Saarlouis. Das dritte Viertel verlief relativ ausgeglichen, selbst einige Unstimmigkeiten mit den Schiedsrichtern und daraus resultierende technische Fouls brachte Tübingen nicht aus dem Konzept. Eher die Verletzung des Big Man von Saarlouis tat dies, vor allem weil danach Saarlouis anfing aus allen Rohren zu feuern. Führte Tübingen bis dahin komfortabel 68:43, kam Saarlouis innerhalb von zwei Minuten bis zur Viertelpause auf 70:56 heran. Der schöne Vorsprung war aufgebraucht und Saarlouis spielte weiter wie ein NBA Team. Einer gegen Fünf, wenn er nicht selbst durchkam im letzten Moment Kickout-Pass und dann Dreier von überall. In den letzten 12 Minuten versenkte Saarlouis acht Dreier und keine Defense half gegen diese Aktionen.

Was half, war Ruhe bewahren und sich auf die eigene Stärke in der Offense zu konzentrieren. Pi Unger scorte alle seine 10 Punkte im letzten Viertel, Felix Sieghörtner versenkte drei Dreier und Vildan Mitku war mit einigen schönen Aktionen dabei. Trotzdem kam Saarlouis immer näher, eineinhalb Minuten vor Schluss waren sie beim 92:86 auf sechs Punkte heran gekommen und alles schien möglich. Die Entscheidung dann aber 41 Sekunden vor Schluss, als wie fast in jedem der letzten Spiele, Pi Unger einen entscheidenden Wurf versenkte. Der Dreier zum 99:88 war der gefühlte Deckel zum vielumjubelten Sieg einige Sekunden später.

Bemerkenswert die Trefferquoten von Sinan Durant und Felix Sieghörtner – beide 100 %. Durant mit drei Dreiern und Sieghörtner mit 7 von 7 aus dem Feld. Dazu Rouven Hänig und Vildan Mitku mit Double-Doubles, nur solche Leistungen machen Siege möglich.

SV 03: Unger 10, Deschner 5, Skaistlauks 2, Durant 11, Kochendörfer 9, Georg 4, Sieghörtner 18, Saddedine, Mitku 24, Hänig 19

SV 03 Tigers Tübingen (Claus Sieghörtner)